Herzlich Willkommen beim Hamburger Institut für Sozialforschung!

Wir freuen uns, Ihnen zum Wintersemester 2017 unseren neuen Institutsauftritt zu präsentieren: Nach rund 30 Jahren war es an der Zeit für ein neues Corporate Design, denn auch das Hamburger Institut für Sozialforschung hat sich in dieser Zeit verändert.

Unser bisheriges Logo und unsere Kommunikationsmedien wurden konsequent weiterentwickelt: Unsere Farben Rot, Schwarz und Weiß bleiben weiterhin im Einsatz, aber eine neue Typographie und viel gestalterischer Weißraum machen unseren Auftritt offener, zugewandter und moderner. Wie Sie sehen, stellt unser neues Logo unseren Institutsnamen schlicht in den Mittelpunkt. Reduziert auf das Wesentliche zeugt es mit seinen dynamischen Linien von dem Austausch und der Offenheit, die uns bei unserer Arbeit im Institut wichtig sind. Unser neues Corporate Design führen wir in zwei Schritten ein: Es ist schon jetzt auf allen aktuellen Printmedien wie Programmflyern, Einladungen und Plakaten im Einsatz. Voraussichtlich noch vor Ende des Jahres geht dann auch unsere neue Website online. Bis dahin finden Sie alle Informationen zum Institut wie gewohnt hier.

1. November 18:30 Uhr

Fascism and Antifascism, 1920—2020: Slogan, Impulse, Theory, Strategy

Fascism and Antifascism, 1920—2020

Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache, Zentralgebäude der Leuphana-Universität Lüneburg

Der britische Historiker Geoff Eley hält den Eröffnungsvortrag zur Konferenz »Fascism And Antifascism In Our Time: Critical Investigations«, die von der Bundeszentrale für Politische Bildung und dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) gemeinsam mit der Rutgers University und der Leuphana Universität Lüneburg veranstaltet wird. Die Leuphana Universität und das HIS sind 2017 eine enge Kooperation in Forschung und Lehre eingegangen und wir laden herzlich zu diesem Vortrag ein. Prof. Eley widmet sich der Frage, wie uns die Geschichte des Faschismus und des Antifaschismus im Europa der Zwischenkriegszeit dabei helfen kann, die Gefahren der Radikalen Rechten heute zu verstehen. In seinem Vortrag wird er zwischen dem frühen 20. Jahrhundert und der Gegenwart hin und her springen, um zu untersuchen, was vergleichbar ist und was nicht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt - all dies mit dem Ziel, ein wirksames Konzept für heutige Politik zu entwickeln. »Faschismus« fungiert immer wieder als emotionaler Slogan, als Begriff, der die Grenzen zwischen legitimem und nicht-legitimem politischen Denken und Handeln markiert. Umso wichtiger ist es, so sorgfältig wie möglich zu unterscheiden. Historisch fundierte Analysen sind gefragt, die tendenziöse Gleichsetzungen und formale bzw. oberflächliche Ähnlichkeiten vermeiden, welche vielleicht auf den ersten Blick plausibel und emotional befriedigend erscheinen, aber nicht ausreichen um zu verstehen, welche Faszination der Faschismus ausüben konnte und offensichtlich noch immer kann.

Was sind die Umstände, die es Faschisten ermöglichen, sich als ‚außerhalb des Systems“ stehende Akteure mit wirksamen Problemlösungen darzustellen und damit als Alternative zu Demokratien, die auf Pluralismus, Verhandlungen und Koalitionsbildungen setzen? Gerade mithilfe der Analyse der spezifischen historischen Umstände der Anfänge des Faschismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts will Geoff Eley zu einer allgemeinen Faschismusdefinition vorstoßen, zu einer, die in verschiedenen historischen und geographischen Kontexten anwendbar ist und somit auch für politisches Handeln in der Gegenwart genutzt werden kann.

Die NACHT DES WISSENS IM HIS
4. November 2017 17:00 Uhr – Mitternacht

Die NACHT DES WISSENS IM HIS

Das HIS öffnet zur Nacht des Wissens seine Türen: Als eine von mehr als 50 Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen laden wir herzlich ein zu Vorträgen, Ausstellung, Film, Quiz und Musik. Das Thema des Abends: „Machen Sie doch mal Revolution!“

Entdecken Sie Fundstücke aus unserem Archiv, stöbern Sie im druckfrischen Herbstprogramm der Hamburger Edition und hören Sie, was unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ihrer Forschung berichten. Hier geht es zum Programm

Wolfgang Knöbl
«Wissenschaftliche Bescheidenheit in komplizierten Zeiten ist die bessere Antwort auf die Fragen nach dem „Wozu“ sozialwissenschaftlicher Forschung als die derzeit so modische Geste der Weltdeutung, wie sie in vielen Kreisen Konjunktur hat und wo das Haltbarkeitsdatum der Zeitdiagnosen immer kürzer und kürzer wird.»
—Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Mehr Informationen zum Hamburger Institut für Sozialforschung finden Sie wie gehabt unter